Maler-Lexikon

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A

Acryl
Als Acryl werden meist Acrylfugenmassen bezeichnet. Sie werden meist zum Ausspritzen kleiner Risse und Fugen verwendet. Acryl eignet sich gut, wenn man später die Fuge überstreichen möchte, verwenden Sie dafür kein Silicon, da Silicon nicht überstreichbar ist.
Im Sanitärbereich sollte man Silicon verwenden.

 

Acryllacke
sind wasserverdünnbare Lacke. Hauptbestandteil an Lösemittel ist Wasser. Ein geringer Anteil wasserverträglicher Lösemittel darf enthalten sein.
Es gibt sie in verschiedenen Glanzgraden: hochglänzend, seidenglänzend und matt.

 

Additive
sind Zusatzstoffe, die man Farben oder Stoffen zugibt, um deren Eigenschaften zu verbessern.

Wichtige Additive:

BezeichnungWirkungEinsatz
Entschäumer (Antibubble)unterdrückt das Schäumen von Lacken bei der Applikation oder RührenLacke
WeichmacherTapeten bleiben geschmeidig, Kunststoffe bleiben elastischKunststoffe, Tapeten, Lacke
Dispergieradditiveverhindert das Absinken der Feststoffteilchen in einer FlüssigkeitDispersionen, Lacke, Lasuren
Antikratermittelwirkt gegen Kraterbildung in der BeschichtungLacke, Lasuren
Trocknungsbeschleunigerbeschleunigt das Trocknen von BeschichtungenLacke, Lasuren

 

Anhaftung
ist der Zusammenhalt zwischen zwei Stoffen (Adhäsion).

 

Akustikputze
sind Putze mit einer porösen Oberfläche. Durch die poröse Oberfläche wird eine erhöhte Schallabsorption erreicht. Akustikputze sind mechanisch empfindlich. Anstriche auf Akustikputzen vermindern oder unterbinden die akustischen Eigenschaften des Putzes.

 

Alkydharzlacke
sind Kunstharzlacke auf der Basis von Leinöl. Alkydharzlacke werden als Innen- und Außenlacke für Holz und Metall verwendet. Da sie lösemittelhaltig sind, müssen sie mit Nitroverdünnung, Terpentinersatz oder Testbenzin verdünnt werden. Es gibt sie in verschiedenen Glanzgraden: hochglänzend, seidenglänzend und matt. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchung.

 

Anstrichaufbau
Der Anstrichaufbau beschreibt eine bestimmte Reihenfolge, 
in der aufeinander abgestimmte Anstrichmaterialien aufgetragen werden sollen.
Diese Vorgaben stehen meist auf der Dose oder im Werkstoffmerkblatt des Herstellers.
Diese Anstrichaufbauten werden von den Farbherstellern für spezielle Untergründe vorgegeben. 
Dabei sollte man beachten, dass man diese Vorgaben einhält, da sonst keine Garantieleistung bei späteren Reklamationen an den Lackhersteller akzeptiert werden.



Armierung
Die Armierung ist ein Unterputz, der direkt auf eine Fassade oder auf Wärmedämmplatten bei der Außenwärmedämmung aufgetragen wird.
Sie hat die Aufgaben einen tragfähigen Untergrund für die nachfolgenden Beschichtungen zu schaffen, Bewegung zwischen den Dämmplatten auszugleichen und die Druckempfindlichkeit der Dämmplatten zu vermindern.

 

Aromatenarm
sind alle lösemittelhaltige Lacke, die einen Aromatenanteil von weniger als 25% im Lösemittel besitzen.



Aromatenfreie

Lacke sind lösemittelhaltige Lacke, die einen gesundheitsschädlichen Aromatenanteil von weniger als 1% im Lösemittel besitzen. Das Angenehme an diesen Lacken ist, dass sie fast geruchsfrei sind.

 

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B

Bakterizide
sind Stoffe, die gegen Bakterien wirken.

 

Beizen
 = mittelhochdeutsch = beißen machen
 = Holzbeizen
bestehen aus ätzenden Alkalien oder aus Farbstoffen die dem Holz einen anderen Farbton geben.

Beizen sind Farbstofflösungen, meist auf Wasserbasis, die das Holz einfärben. Mit Holzbeizen können Sie die Eigenfarbe des Holzes verändern oder betonen. Wenn Sie die Holzoberfläche farblich umgestalten wollen, stehen dafür mehrere Farbtöne zur Auswahl. Beizen werden in Pulverform oder gebrauchsfertig angeboten. Die Maserung des Holzes bleibt nach dem Beizen erhalten.

Beizen von Holz
Wenn Sie Ihre Holzoberflächen einfach nur farblich umgestalten wollen, stehen dafür verschiedene Beizen in mehreren Farbtönen zur Auswahl. Sie sollten Gummihandschuhe tragen, diese schützen ihre Hände vor Verfärbung. Nach sorgfältiger Vorbehandlung der Flächen tragen Sie die Beize mit einem Pinsel oder mit einem Schwamm satt auf, lassen sie kurze Zeit einwirken und nehmen dann mit dem gut ausgedrückten Schwamm oder einem Lappen den Überschuss in Maserrichtung ab. Achten Sie auf einen gleichmäßigen Auftrag, am leichtesten arbeiten Sie sich in klein angelegten Flächen von unten nach oben vor. Bevor Sie weiterarbeiten, muss die gebeizte Fläche acht bis zehn Stunden vollständig durchtrocknen. Danach erfolgt der zweite Anstrich. Für die Ballenmattierung formen Sie ein weiches Baumwolltuch zu einem handlichen Ballen mit faltenfreier Außenfläche. Dann tragen Sie die Mattierung Bahn für Bahn in hauchdünnen Schichten in Holzmaserrichtung auf. Je dünner der Auftrag, desto edler die Oberflächenwirkung. Ganz nach Belieben können Sie, um höhere Glanzgrade zu erzielen, noch ein oder zwei Aufträge durchführen.

 

Berliner Blau
Chemische Formel: Fe4[Fe(CN)6]3
Berliner Blau ist ein Blaues lichtechtes Pigment. Es wird auch als Pariser-, Preußisch-, Milori-, Turnbulls-, Eisen-, Stahl-, China-, Bronce-blau und Toningblue bezeichnet.



Beschichtung
ist der Oberbegriff für eine oder mehrere in sich zusammenhängende, aus Beschichtungsstoffen (z.B. Lacken) hergestellte Schicht auf einem Untergrund. Bei mehrschichtigen Beschichtungen spricht man auch von einem Beschichtungsaufbau (Beschichtungssystem).

 

BFS
BFS = Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz
Der BFS bringt sogenannte BFS Merkblätter heraus. In den BFS Merkblättern steht zum Beispiel genau drin, wie man einen Untergrund erkennt, vorbehandelt und beschichtet.

Hier einige wichtige BFS Merkblätter:

BFS Merkblatt Nr.Anwendung
3Beschichtung auf maßhaltigen Außenbauteilen aus Holz
5Feuerverzinkte Oberflächen
6Beschichtung auf Aluminiumbauteilen
9Beschichtung auf Außenputz
16Technische Richtlinien für Tapezier und Klebearbeiten
18Beschichtung auf maßhaltigen Außenbauteilen aus Holz (Fenster und Türen)

 

Bindemittel
Bindemittel sind in der Regel zähflüssige Stoffe, die andere Stoffe 
Binden und auf einem Untergrund verkleben. 
Farben bestehen hauptsächlich aus einem Bindemittel, Lösemittel und einem Pigment. 
Je nach Anwendungsgebiet und Farbe werden unterschiedliche Bindemittel eingesetzt.

BindemittelEigenschaftenVerwendung
LeinölÖlfarben und wasserlösliche Lacke
DextrinWasserlösliches BindemitteAquarellfarben
CaseinWasserlösliches BindemitteCaseinfarben
CaseinWasserlösliches BindemitteCaseinfarben
Gummi ArabicumKlebstoffen und Aquarellfarben

Verschiedene Bindemittel und ihre Eigenschaften und Verwendungszwecke:

Wasserlösliche Bindemittel
Casein: wichtigster Eiweißbestandteil der Milch, dient mit gelöschtem Kalk zur Herstellung von Caseinfarben.

Dextrin: kann durch Säurebehandlung und Rösten aus Kartoffel- oder Maisstärke gewonnen werden, das Bindemittel ist wie die Stärke aus vielen aneinander hängenden Traubenzuckermolekülen aufgebaut und ist ein wichtiges Bindemittel für Aquarellfarben.

Gelöschter Kalk: wird durch das Brennen von Kalk und nachträglichem "Ablöschen" mit Wasser gewonnen, beim Vermischen mit einem Pigment, z.B. mit Titandioxid erhält man eine weiße Wandfarbe. Im Laufe der Zeit wandelt sich der gelöschte Kalk (Calciumhydroxid) unter Kohlendioxidaufnahme in harten Kalk (Calciumcarbonat) um.

Ölige Bindemittel
Leinöl: aus Leinsamen durch Extraktion und Kaltpressung gewonnenes pflanzliches Öl, welches einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthält. Diese oxidieren an der Luft und polymerisieren zu einem festen Harz. Leinöl ist das wichtigste Bindemittel für Ölfarben und wasserlösliche Lacke.

Harzige Bindemittel
Gummi Arabicum: gelbliches, durchsichtiges Harz, welches aus einer Akazienart gewonnen wird. Es dient zur Herstellung von Klebstoffen und ist neben Dextrin das wichtigste Bindemittel für Aquarellfarben.

Binderfarbe
Mit Binderfarbe bezeichnet der Maler Wandfarben (Innendispersionen). Früher hat der Maler seine Farben selber angerührt und hat dabei seiner Farbe ein Bindemittel (Binder) hinzugegeben. Dadurch entstand der Name Binderfarbe.

 

Bläuepilz und Bläueschutz

Bläuepilz
ist ein Pilz, der Holz befällt. Er zerstört nicht das Holz, aber die Beschichtung wird durch ihn abgelöst. Dadurch kann Feuchtigkeit und UV-Licht ins Holz eindringen und es zerstören.

Bläueschutz
Damit das Holz geschützt ist, wird das rohe Holz vor dem Streichen mit einem Bläueschutz vorbehandelt. Den besten Bläueschutz bringen immer noch lösemittelhaltige Bläueschutz-Grundierungen. Da sie tiefer ins Holz eindringen als Wasserverdünnbare.



Bleichromat (Chromgelb)
Chemische Formel: PbCrO4
Ist ein orangegelbes Pigment, das es früher viel in Rostschutzanstrichen gab. Aufgrund seiner Giftigkeit aber verboten ist. Wird auch als Chromgelb, Kölner-, Leipziger-, Pariser,- Königs-, Neu-, und Zitronen-gelb bezeichnet.

 

Bleimennig
Wurde früher als Korrosionsschutz-Grundanstrich für Stahl verwendet. 
Bleimennige besteht hauptsächlich aus Bleioxid Pb3O4, Leinöl und Kunstharzen.

 

Bleioxid
Rotes Pigment

Chemische Formel: Pb3O4

Wurde früher in Rostschutzfarben eingesetzt wie Bleimennige.

 

Brandschutzputze
Sind hauptsächlich gipshaltige Putze. Sie sollen die Feuerwiderstandsdauer der Bauteile, auf denen sie aufgebracht sind, verlängern. Gips enthält chemisch gebundenes Wasser, welches sich bei hohen Temperaturen wieder abspaltet.



Brandschutzmittel
Brandschutzmittel sind spezielle Beschichtungsstoffe, die das Brandverhalten der Baustoffe und Bauteile nach dem Auftragen verbessern.

 

Brandschutz
Baustoffe werden aufgrund ihres Brandverhaltens in Baustoffklassen nach DIN 4202 eingeteilt.

Die einzelnen Baustoffe sind:
A - nicht brennbar, z. B. mineralisch gebundene Putzmörtel.
B - brennbar, z. B. organisch gebundene Putzmörtel.
Die Baustoffklasse B wird noch in drei Unterklassen eingeteilt.
B1 - schwer entflammbare Baustoffe
B2 - normal entflammbare Baustoffe
B3 - leicht entflammbare Baustoffe

Feuerwiderstandsklasse
Die DIN 4102 beschreibt das Brandverhalten von Bauteilen. Das heißt, wie lang ein Bauteil seine zugedachte Funktion voll erfüllt.

FeuerwiderstandsklasseFeuerwiderstandsdauerBauaufsichtliche Benennung
F 30>30 min.Feuer hemmend
F 60>60 min.Feuer hemmend
F 90>90 min.Feuer beständig
F 120>120 min.Feuer beständig
F 160>160 min.hoch Feuer beständig

 

Brillanteffektlack
Brillanteffektlack entsteht durch große Aluminium- und Kunststoffteilchen, diese Teilchen sind farbig lackiert. Aufgrund der relativ großen Teilchen erscheint der Brillanteffektlack leuchtender und intensiver als der Metalleffektlack.
Der Brillanteffektlack wird hauptsächlich in der Fahrzeuglackierung eingesetzt.

Casein:
wichtigster Eiweißbestandteil der Milch, dient mit gelöschtem Kalk zur Herstellung von Caseinfarben.

siehe auch Bindemittel

 

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D

Deckvermögen
Nach DIN 55945: 
Das Vermögen eines pigmentierten Stoffes, die Farbe oder Farbunterschiede des Untergrundes zu verdecken. Das Deckvermögen ist von der Schichtdicke und vom Farbton abhängig.

 

Diffusion
Unter Diffusion versteht man die Durchmischung von Stoffen, die miteinander in Berührung kommen. 
Zum Beispiel der Transport von Feuchtigkeit durchs Holz.

 

Dispersionsfarben
Unter Dispersionsfarben versteht man allgemein wasserverdünnbare Innenwand- und Fassadenfarben. Diese Beschichtungsstoffe bestehen aus einem Kunststoffbindemittel, angereichert mit Füllstoffen, Pigmenten und verschiedenen Zusatzstoffen. Dispersionsfarben haben die Leim- und Kalkfarben aus vergangener Zeit weitgehend abgelöst. Die Vorteile liegen in der einfacheren und schnelleren Verarbeitung und in der größeren Farbtonvielfalt. Dispersionsfarben werden in verschiedenen Qualitäten angeboten. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, daß das ausgewählte Produkt der Klasse 1, 2 oder 3 (Qualitätsmerkmal) entspricht (siehe DIN EN 13300). Die Klasse 4 und 5 sollten nicht mehr verwendet werden, da beim späteren Überarbeiten dieser Anstriche Haftungsprobleme entstehen können. Hinzukommt der große Zeitaufwand und die Mühe beim Ablösen dieser Beschichtungen.

Waschbeständige Qualitäten sind für die meisten Wohnbereiche ausreichend. Für Küchen, Bäder, Flure oder Treppenhäuser können auch die teureren scheuerbeständigen Dispersionsfarben verwendet werden. Die Oberflächen der scheuerbeständigen Dispersionsfarben sind robuster gegen Abrieb und können besser von Verschmutzungen gereinigt werden. Dispersionsfarben können trotz ihrer Wasserverdünnbarkeit geringe Mengen an Lösemitteln enthalten. Diese Lösemittel verdunsten beim Trocknen zusammen mit dem Wasser und verschwinden nach einigen Tagen aus der Raumluft. Im Handel sind auch sogenannte LF- und ELF-Farben erhältlich. LF bedeutet lösemittelfrei, ELF bedeutet emissions- und lösemittelfrei. Aus dieser Unterscheidung lässt sich schließen, dass bei LF-Farben immer noch Emissionen in die Raumluft gelangen.

Diese Emissionen entstehen aus den für die Lösemittel ersatzweise eingesetzten Stoffen. Diese Ersatzstoffe emittieren aber nur sehr langsam aus der schon trockenen Beschichtung. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Emissionen wochenlang anhalten können. Wer ganz sicher gehen (Allergiker, Kinderzimmer o. Ä.) will, muss zu den teureren ELF- Farben greifen.

 

Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben
Nach DIN18363 ist zu unterscheiden zwischen Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben.

 

Die Silicatfarben
werden auch als Zweikomponenten-Silicatfarben oder Reinsilicatfarben bezeichnet. Sie bestehen aus zwei Komponenten, die eine Komponente ist das Fixativ, es besteht aus flüssigem Wasserglas, die andere Komponente besteht aus Pigmenten und Füllstoffen. Diese beiden Komponenten werden erst kurz vor ihrer Verarbeitung zusammengegeben und mit einander verrührt. Diese Silicatfarben haben nur eine begrenzte Verarbeitungs- und Lagerzeit.

Die Dispersionssilicatfarben 
sind Ein-Komponentensysteme und stellen heute die Hauptmenge der im Einsatz befindlichen Silicatfarben dar. 
Die Dispersionssilicatfarben bestehen aus alkalibeständigen Kunststoffdispersionen und Kaliwasserglas. Die wichtigste Eigenschaft der Dispersionssilicatfarben ist die Fähigkeit zur Verkieselung. Zuerst findet eine physikalische Trocknung statt (Verdunstung des Lösemittels), danach tritt die eigentliche Verkieselungsreaktion ein. Dabei geht die Dispersionssilicatfarbe mit dem Untergrund (dieser muss mineralisch sein) eine Verbindung ein.
Mineralische Untergründe sind Beton, Putz, Stein, oder Eternit.



DIN
DIN = Deutsches Institut für Normung e. V.

Was ist DIN?
DIN ist keine staatliche Instanz, sondern ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. 
DIN-Normen sind Regeln der Technik.
 Sie dienen der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, der Sicherheit, dem Umweltschutz 
und der Verständigung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. 
DIN sorgt bei der Ausarbeitung der DIN-Normen dafür, dass diese bei der Gesetzgebung und im Rechtsverkehr als Beschreibung technischer Sachverhalte herangezogen werden können. 
Diese Normen werden durch Experten entworfen, alle 5 Jahre neu überprüft und überarbeitet.

Wichtige DIN Normen:

BezeichnungTitel
DIN 53778Waschbeständigkeit von Kunststoffdispersionsfarben
DIN 53778Scheuerbeständigkeit von Kunststoffdispersionsfarben
DIN 4102Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen

 

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E

Edelputze
Werden Werktrockenmörtel (Mörtel, der noch mit Wasser angerührt werden muss) mit Pigmenten durchgefärbt, so spricht man von Edelputzen.


Effektbeschichtung

Siehe auch Brillanteffektlack, Mehrfarbeneffekt, Metalleffektlack, Patinieren, Perlglanzeffekt, Reisslack, Spiritustechnik.

 

EindringtiefeMaß eines Stoffes (z. B. Grundierung) in den Untergrund Einzudringen. 
Bei Holz zum Beispiel ist es wichtig, dass ein Bläueschutzgrund tief in das Holz eindringen kann, damit er ihn besser gegen den Pilz schützt.

 

EN
Europäische Normen

 

Eitempera
Eitempera-Farben bestehen aus Eiern und Pigmenten. 
Dabei dient das Eiweiß als Bindemittel. 
Das Eiweiß härtet an der Luft aus und verfestigt das Pigment. 
Der Nachteil dieser Farbe ist, dass sie einschrumpfen, schnell trocknen und rissig werden. 
Diese Farben wurden in der Renaissance oft verwendet.

 

Energiebilanzverfahren
Gegenüberstellen von Wärmeverlusten und Wärmegewinnen. 
Dieses wird in der Wärmedämmung eingesetzt.

 

Entfetten
Von Anstrichuntergründen, meistens Metallflächen, werden Fett, Öl- und Wachsreste gründlich entfernt. Es gibt hierfür spezielle Entfettungsmittel. Man kann auch mit Hilfe von Nitroverdünnung entfetten.

 

Erneuerungsbeschichtungen
müssen ausgeführt werden, wenn die Altbeschichtung schadhaft, nicht mehr vorhanden oder nicht mehr tragfähig ist.

 

Erstbeschichtungen
sind Beschichtungen auf unbehandelten oder grundierten Untergründen.

 

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F

Fassaden
sind Außenwände von Häusern.



Fassadenfarben
sind spezielle scheuerbeständige Dispersionsfarben für außen. Es gibt verschiedene Qualitäten unterschiedlicher Zusammensetzungen. Siehe auch Latexfarbe, Silikatfarbe und Siloxanfarbe.

 

Feiertage
Wenn nach dem Streichen festgestellt wird, dass auf der Fläche Flecken sind, die nicht gestrichen wurden, nennt der Maler das Feiertag. Auch Kanten und Ecken die beim Streichen aus Versehen vergessen worden sind, werden vom Maler als Feiertage bezeichnet.

 

Festkörper
ist der Anteil eines Stoffes, der nach dem Entfernen aller flüchtigen Anteile (Verdunstung der Lösungsmittel) unter festgelegten Prüfbedingungen zurückbleibt.

 

Filzen
Abreiben des Putzes während der Erhärtungsphase mit einem Filzbrett oder einer Filzscheibe.

 

Fluatieren
Das Aufbringen von Fluaten zur Isolier- oder Putzneutralisation für kalk- und zementhaltige Putze. Fluate sind Metallsalze (Aluminium, Magnesium, Zink) der Kieselfluorwasserstoffsäure. Fluate bewirken eine gute Neutralisation des für zahlreiche Anstrichstoffe schädlichen Alkalis. In der Regel wird zweimal fluatiert. Auf lehm- und gipshaltigen sowie bei früher schon mehrfach fluatierten Flächen sind Fluate unwirksam.

 

Freskotechnik:
Die Technik der Freskomalerei entstand in der Antike. 
Große italienische Meister wie Florenz Giotto di Bondone, Masaccio 
und Michelangelo wendeten diese Technik an.

Das Prinzip der Freskotechnik
Die Freskotechnik benutzt den noch feuchten Putz zum Binden von Pigmenten. 
Beim Trocknen des Putzes entstehen Kristalle, die sich mit dem Pigment chemisch Verbinden.

Ausführung der Freskotechnik:
Als erstes wird auf eine Mauer eine Mörtelschicht aus Kalk und Sand aufgetragen. Danach wird aus den gleichen Materialien ein zweiter Putz aufgetragen. 
Hier wird nun die Vorzeichnung aufgetragen. 
Darüber kommt eine Schicht aus Sand oder Marmorstaub mit feinem Kalk. 

Jetzt werden Pigmente mit Wasser verrührt und direkt auf die oberste 
nasse Schicht ausgetragen. 
Dieses muss schnell geschehen, denn wenn die oberste Putzschicht 
trocken ist, kann es zu Farbtonunterschieden kommen. 
Außerdem hellen die Farben beim Trocknen des Putzes auf. Die bekannteste Freskomalerei sind wohl die Fresken in der Sixtinischen Kapelle im Vatikanstaat von Michelangelo.

 

Fugenmassen
Als Fugenmassen werden viele unterschiedliche Massen bezeichnet. Fugenmassen werden benötigt zum ausfugen von Fliesen oder zum schließen von Rissen. 
Es gibt unterschiedliche Arten von Fugenmassen:

BezeichnungEigenschaftenVerwendung
AcrylflexibelAusfüllen von Rissen und Mauerfugen, überstreichbar
SilikonflexibelZum Verfugen von Fliesen
SilikonflexibelAusfüllen von Badezimmerfliesenecken, nicht überstreichbar
FugenweisunflexibelZum Verfugen von Fliesen

 

Fungizide

sind Stoffe, die gegen Pilze wirken. In manchen Innen- und Außendispersionsfarben sind Fungizide enthalten. Dadurch wird dem Schimmel- und Pilzbefall in z. B. feuchten Räumen entgegen gewirkt.

 

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G

Gebrannter Kalk
Hierbei wird Gipsstein (CaSO4 x 2H2O) Dehydrit. Das bedeutet, dem Gipsstein wird das Wasser mit Hilfe von Energie entzogen.

Chemische Gleichung
CaSO4 x 2H2O + Energie ---> CaSO4 + 2H2O

 

Gips
Gips ist Calciumsulfat (CaSO4). 
Es kommt in der Natur als Gipsstein (Caciumsulfat-Dihydrat CaSO4 x2H20) oder als Anhydrit (CaSO4) vor. Beide Mineralien sind in großen Mengen vorhanden. Sie werden abgebaut und technisch genutzt. Gips entsteht auch als Nebenprodukt in der Industrie.

Gips wird als Bau- und Werkstoff verwendet. Es wird in Putzen oder in Gipskartonplatten verwendet.

Gipsarten (Baugipssorten nach DIN 1168) und deren Eigenschaften

GipsartTrocknungAnwendung
Putzgipszieht schnell anInnenputze
Fertigputzgips5 Std.Innenputze
HaftgipsschnellInnenputze
Stuckgips8-20 Min.Innenputze und Stuckarbeiten
AnsetzgipsVerkleben von Gipskartonplatten
Spachtelgipszieht langsam anVerspachteln von Gipskartonplatten
Fugengipszieht langsam anVerbinden von Gipskartonplatten
Maschinenputzgipszieht langsam anFür Innenputze für die maschinelle Verarbeitung

 

Gipskartonplatten
bestehen aus einer Gipsplatte, die zur Stabilisierung mit Karton ummantelt ist.

Eigenschaften von Gipskartonplatten
wärmedämmend - brandhemmend - akustikverbessernd - leichte Verarbeitung - leicht und formstabil

Plattenarten nach DIN18180

BezeichnungAbkürzungVerwendungAussehen
Gipskarton-Bauplatte BGKBgeeignet für flächiger Unterlage und zum Ansetzen als Wand- Trockenputzgelbbräunlicher Karton mit blauem Aufdruck
Gipskarton-Bauplatte FGFKFeuerschutzplattengelbbräunlicher Karton mit rotem Aufdruck
Gipskarton-Bauplatte B imprägniertGKB Imit fungiziden Wirkstoffengrüner Karton mit blauem Aufdruck
Gipskarton-PutzträgerlattenGKPals Putzträger auf Unterkonstruktionengrauer Karton mit blauem Aufdruck

 

Gitterschnitt (DIN EN ISO 2409)

Mit Hilfe des Gitterschnittes kann man die Haftung und die Zwischenhaftung einer Beschichtung testen. Dabei werden mit Hilfe eines Cutter-Messers und einer Schablone jeweils 6 Schnitte senkrecht und 6 Schnitte waagerecht in die Beschichtung bis zum Untergrund geschnitten.

Die Schnittbreite ist abhängig von der Schichtdicke der Beschichtung.

  • < 60µm 1mm Schnittabstand
  • 60µm - 120µm 2mm Schnittabstand
  • > 120µm 3mm Schnittabstand

Nachdem man geschnitten hat, wird ein genormtes Klebeband auf das Schnittgitter geklebt, angedrückt und ruckartig wieder abgezogen.

Mit Hilfe der Kennwerttabelle nach DIN EN ISO 2409 kann man nun die Haftung bewerten.

Glanz / Glanzgrad
Der Glanz entsteht durch gerichtete Reflexion von Lichtstrahlen auf einer Oberfläche. Beispiele für Glanzstufen sind hochglänzend, glänzend, seidenglänzend, seidenmatt, matt. Unter bestimmten Bedingungen kann zur Beurteilung des Glanzgrades der Reflektometerwert nach DIN 67 530 herangezogen werden. Siehe auch DIN EN 13300.

M = Abkürzung für matt
SM = Abkürzung für seidenmatt
SG = Abkürzung für seidenglänzend
GL = Abkürzung für glänzend
HG = Abkürzung für hochglänzend.

 

Glasfasertapete
ist eine Wandbekleidung, die aus Glasfaser besteht.
Glasfaser muss überstrichen werden. Am besten eignet sich dazu Latex oder Wandlack. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Mustern.

Grundierung / Grundbeschichtung
ist eine auf den Untergrund aufgebrachte Beschichtung, die aus einer oder mehreren Schichten besteht und zur Verbindung zwischen dem Untergrund und weiteren Schichten dient. Sie kann auch noch besondere Aufgaben, z. B. Korrosionsschutz oder Verfestigung des Putzes usw., erfüllen. 

Grundierungen sind:

BezeichnungAnwendungEigenschaften
Tiefgrund wasserverdünnbarPutz, Altanstrichen für Innen und Außenfestigt den Untergrund
Tiefgrund LösemittelhaltigPutz, Altanstriche Außenfestigt den Untergrund
ZinkhaftfarbeFeuerverzinkte- Gitter und -türen usw.haftet auf Zink

 

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H

Haftung
Als Haftung wird das Haften auf einem Untergrund bezeichnet. Wenn die Haftung nicht mehr gegeben ist, können Beschichtungsteile abplatzen und der Untergrund ist nicht mehr vor Umwelteinflüssen geschützt.

Zwischenhaftung
ist die Haftung zwischen zwei Beschichtungen (Anstrichen).

 

Haftbrücke
Um eine einwandfreie Verbindung (Haftung) mit den nachfolgend aufzubringenden Beschichtungen, z. B. Spachtelmassenschichten, Lack, Dispersion, Klebstoffen usw., zu erreichen, ist ein spezieller Vorstrich auf alten Oberflächen notwendig. Dieser spezielle Vorstrich dient als Haftvermittler zwischen Untergrund und der darauf folgenden Beschichtung.

 

Hagelschlag
Beschädigung und Deformation der Oberfläche durch Einwirkung von Hagelkörnern

 

Heizkörperlack
Viele Lacke verändern sich durch Hitzeeinwirkung, sie werden meistens gelb oder braun, es kann sogar bis zur Abplatzung kommen. 
Heizkörperlacke sind dagegen hitzebeständige Lacke. 
Man kann sie auf Warmwasserheizkörper, Ölradiatoren und Nachtspeicherheizungen streichen. Heizkörperlacke haben aber auch ihre Grenzen, auf Ofenrohre sollte man sie zum Beispiel nicht einsetzen (lesen sie sich das Dosenetikett durch). Dafür gibt es extra Ofenrohrlacke diese sind auch bei sehr hohen Temperaturen noch beständig.

 

Hellebezugswert
Umso kleiner der Hellebezugswert ist, um so dunkler ist der Farbton. Dieses ist wichtig für zum Beispiel Computerarbeitsplätze - diese müssen eine gewissen Hellebezugswert haben.

 

Highsolidlacke
sind Lacke mit einem sehr hohen Festkörperanteil. Dadurch kann man eine sehr hohe Schichtdicke erreichen.

 

Hitzebeständigkeit
Hitzebeständige Beschichtungen dürfen bei Einwirkungen von Hitze nicht zerstört werden. Bei hohen Temperaturen dürfen sich weder Bindemittel oder Pigment verändern. Hitzebeständige Lacke sind meist spezielle Lacke wie Heizkörperlacke oder Ofenrohrlacke.



Holzinhaltsstoffe
Sind die im Holz enthaltenen Stoffe wie Gerbsäuren und Harze. 
Diese können Einfluss auf Lacke und Lasuren haben, indem sie Verfärbungen hervorrufen. 
Deswegen sollte man eine geeignete Grundierung oder spezielle Isolierfarben benutzen.

 

Holzschutz
Maßnahmen gegen schädliche Einflüsse auf Holzbauteile, wie UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Pilze usw. 
Es wird unterschieden zwischen chemischem Holzschutz, konstruktivem Holzschutz und Holzschutz durch Oberflächenbeschichtung.

 

Holzschutzsalze
sind Schwermetallsalze, sie wirken gegen Pilzbefall im Holz.

 

Hydrophobierung
hydrophob = wasserabweisend

Schutzbehandlung, die eine Baustoffoberfläche dadurch wasserabweisend macht, dass deren Saugfähigkeit durch Auskleidung der Porenwandungen herabgesetzt wird. Als Hydrophobierungsmittel kommen pigment- und füllstofffreie Produktgruppen (vorwiegend Silane, Siloxane und Silicone) zur Anwendung, die nicht Film bildend wirken.

 

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I

Imprägnierungsmittel
reduzieren das Saugvermögen und die Wasseraufnahme des Untergrundes.
Sie können lösemittelhaltig oder wasserverdünnbar sein. Die Verarbeitung kann durch spritzen, streichen oder rollen geschehen. Stark saugende Untergründe sollte man zwei- bis dreimal imprägnieren. Wichtig beim Auftragen ist das gute Abdecken der Fensterrahmen, Fensterbretter, Zierpflanzen usw. Wichtig: Lösemittelhaltige Imprägnierungen sind leicht entzündlich. Wenn keine ausreichende Belüftung möglich ist, Atemschutz tragen.



Innenanstrich
ist ein Anstrich, der bestimmungsgemäß nicht der Witterung ausgesetzt ist, siehe auch Außenanstrich.

Innendispersionsfarbe
Innendispersionsfarbe ist eine wasserverdünnbare Innenwandfarbe.
Siehe auch Dispersionsfarbe

 

Insektizide
sind Chemische Substanzen die speziell gegen schadenverursachende Insekten eingesetzt werden.

 

Isolierfarben
sind zum Überstreichen von stark verrauchten Räumen (Raucherräume und Kneipen) geeignet. Außerdem kann man mit diesen Farben Wasser-, Rost- und Filzstiftflecken überstreichen, ohne dass sie durchschlagen. Es gibt sie als lösemittelhaltige und als wasserverdünnbare Qualitäten.

 

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J

Jahresheizwärmebedarf
ist der jährliche Energiebedarf pro Quadratmeter Wohn- / Nutzfläche in Litern Heizöl bzw. Kubikmetern Erdgas.

 

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K

Kennzeichnungsfarben
Die Kennzeichnung von Rohrleitungen nach ihrem Durchlaufstoff ist in der DIN 2403 festgelegt. Für die Kennzeichnung ist es nicht zwingend vorgeschrieben, das gesamte Rohrsystem in den entsprechenden Farben zu streichen, sondern vielmehr ausreichend Verteiler- und Zentralstellen bzw. Armaturen zu kennzeichnen.

FarbtonInhalt
gelbGas
grünWasser

Kitt besteht hauptsächlich aus Leinöl und Kreide. Dient zum abdichten von Fensterverglasungen. Er muss nach der Hautbildung (Dauer 2-4 Wochen) überstrichen werden.

 

Klarlack
ist ein transparenter Beschichtungsstoff, der keine Pigmente zur Farbgebung enthält.

 

Kleister und Kleisterarten

Normalkleister ist 20 min. nach dem Anrühren im kalten Wasser gebrauchsfertig.

Spezialkleister enthält Kunststoffdispersionszusätze, dadurch größere Klebekraft als Normalkleister.

Instant-Spezialkleister enthält Kunststoffdispersionszusätze, dadurch größere Klebekraft, er ist schneller gebrauchsfertig und besonders ergiebig.

Tapeziergerätekleister enthält Kunststoffdispersionszusätze, dadurch größere Klebekraft, schnell gebrauchsfertig, er ist dünnflüssiger als andere Kleister und deshalb besonders geeignet für Tapeziergeräte (Kleistergeräte).

Textiltapetenkleister enthält Kunststoffdispersionszusätze und spezielle Klebekraft verstärkende Zusätze, dadurch größere Klebekraft, schnell gebrauchsfertig, besonders ergiebig.

 

Kontrastverhältnis
DIN EN 13300 (Nassabrieb, Waschbeständig, Scheuerbeständig, Glanz, Kontrastverhältnis)

Die DIN 53778 wurde ersetzt durch die DIN EN 13300. Die DIN 53778 galt nur für weiße Innenfarben. Hingegen die DIN EN 13300 gilt für alle weißen und bunten Innenfarben und Innenputze. Die Einteilung der DIN EN 13300 besteht aus 6 Punkten:

  • Anwendung
  • Bindemitteltyp
  • Glanzgrad
  • Maximale Korngröße
  • Nassabriebbeständigkeit
  • Kontrastverhältnis (Deckvermögen)

Erklärung und Erläuterung zu DIN EN 13300

Anwendung:
 Unter Anwendungsart werden Besonderheiten wie Isolierwirkung, Streifempfindlichkeit usw. angegeben.

Bindemitteltyp:
 Hier wird angegeben, welches Bindemittel verwendet wird (Acrylharz, Silicat, Vinylharz).

Glanz: 
Der Glanz wird mit Hilfe eines Glanzgradmessgerätes (Reflektometer) ermittelt. Der Glanz wird in vier Glanzstufen unterteilt in der alten DIN 53778 waren es fünf. 


Maximale Korngröße:
 Hier geht es um die Teilchen, die die Oberflächenstruktur des Beschichtungssystem beeinflussen. Korngrößentabelle



Nassabriebbeständigkeit
: Hier wird beurteilt wie Beständig die Beschichtung gegen wiederholtes Reinigen ist. Die in der DIN 53778 verwendeten Klassen Scheuer- und Waschbeständig werden durch DIN EN 13300 ersetzt und in 5 neue Klassen unterteilt.

 

Kontrastverhältnis (Deckvermögen)


Hierbei wird mit Hilfe eines Rakel der durchschnittliche Verbrauch an Farbe auf eine genormte Oberfläche gegeben. Diese Oberfläche ist eingeteilt in schwarze und weiße Felder. Mit einem Messgerät wird dann einmal auf den beschichteten weißen Untergrund und einmal auf dem beschichteten schwarzen Untergrund gemessen.



Korrosion (Rost)
wird auch als Rost bezeichnet. 
Korrosion ist die Reaktion eines Metalls mit seiner Umgebung. 
Dieses passiert durch Umwelteinflüsse wie Säureregen und hohe Luftfeuchte. Das kann dazu führen, dass Metallteile zerstört werden.
Um das zu verhindern, müssen Metallteile, wie zum Beispiel Stahl, durch Beschichtungen geschützt werden.



Kreiden
Ist das Abfärben vom Anstrich durch Ablösen von Pigmenten aus dem Anstrichfilm. 
Dies kann passieren, wenn ein Anstrich lange Umwelteinflüssen, wie Sonne, Regen usw. ausgesetzt ist oder das Pigment-Bindemittel-Verhältnis nicht stimmt.

 

Kunstharzverdünnung
Mit einer Kunstharzverdünnung verdünnt man Alkydharzlacke.
Kunstharzverdünnungen sind Lösemittelgemische, sie enthalten außer Testbenzin auch Aromate, wie Xylol und Toluol.



Kunststoffdispersionsfarbe
Ist ein aus Kunststoffdispersionen und Pigmenten hergestellter Beschichtungsstoff. Kunststoffdispersionsfarben werden auch Latexfarben genannt, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Im täglichen Sprachgebrauch wird anstelle der Benennung "Kunststoffdispersionsfarbe" auch die Benennung "Dispersionsfarbe" angewendet.

 

Kunststoffdispersion
nach DIN 55 945 eine feine Verteilung von Polymeren oder Kunstharzen in einer Flüssigkeit, oft Wasser.

 

k-Wert
= Wärmedurchgangskoeffizient (Wärmedurchgangszahl)
Der k-Wert gibt die Wärmemenge an, die in 1 Sekunde durch 1qm eines Bauteils in Abhängigkeit der Schichtdicke fließt, wenn innen und außen ein Temperaturunterschied 1K (1°C) ist. Je kleiner der k-Wert ist, desto besser die Wärmedämmung. 
Bei Vollwärmeschutz sollte der K-Wert bei 0,40W/qm liegen.

 

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L

Lack
ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Beschichtungsstoffen auf der Basis organischer Bindemittel. Je nach Art der organischen Bindemittel enthalten Lacke organische Lösungsmittel und / oder Wasser, ggf. zusätzlich Pigmente, Füllstoffe und sonstige Zusätze.

 

Lasuren
Unter einer Lasur versteht man fachlich gesprochen, einen nicht deckenden Anstrich. Das kann auch ein verdünnter, farbiger Lack oder eine verdünnte, farbige Dispersionsfarbe sein. Im Handel gibt es Lasuren hauptsächlich im Bereich Holzschutz. Um die Struktur der Holzoberfläche nicht zu verschließen, und um die lebendige Oberflächenwirkung nicht zu verlieren, werden auf diesem Untergrund gerne Holzlasuren verwendet. Holzschutzlasuren sind erhältlich in vielen Holzfarb- und Bunttönen, als wässrige und lösemittelhaltige Systeme.

 

Latexfarben
Latexfarben bestehen heute im Prinzip aus den gleichen Bestandteilen wie scheuerbeständige Dispersionsfarben. Die verwendeten Bestandteile sind i. d. R. hochwertiger, der Bindemittelanteil höher. Latexfarben sind scheuerbeständig und in matter, seidenglänzender, glänzender und hochglänzender Qualität erhältlich.

 

Leimfarben
Sind billige Farben die wischfest sind, aber nicht überstrichen werden können. Sie müssen vor dem überstreichen mit einer neuen Farbe erst restlos entfernt werden, von solchen Farben wird abgeraten.

 

Leinöl
wird aus dem Flachssamen durch Heiß- oder Kaltpressung gewonnen.
Früher stellte sich der Maler mit Hilfe des Leinöls seine eigenen Ölfarben her. Mit der industriellen Herstellung von Lacken und Lackfarben wurde das Leinöl von Alkydharzen abgelöst.

 

Lichtbeständigkeit
Unter Lichtbeständigkeit versteht man nach der DIN 53231 die Widerstandsfähigkeit von Beschichtungen gegen Veränderung.

 

Lichtstrahlen.
Die Veränderungen können sein: Vergilbung oder Farbtonveränderungen.

 

Lichtechtheit
Die Lichtechtheit kennzeichnet die Beständigkeit von Färbungen und Drucken gegen den Einfluss von Licht. Die Prüfung erfolgt z. B. mit einem Xenontestgerät, bei dem die Lichtechtheit mit der Typfärbung auf Wolle verglichen wird - nach DIN 50 004 bei Textilien und DIN 53 389 bei elastischen Belägen. Die Skala umfasst 8 Noten, von denen die Höchstnote 8 jedoch nur theoretische Bedeutung hat.

 

Lignin
ist einer der Hauptbestandteile des Holzes (20 - 30%). 
Der Abbau des Lignin zum Beispiel durch UV-Strahlung führt zur Holz-Vergrauung. 
Dadurch kann der Anstrichfilm vom Holz abplatzen.

 

Lösungsmittel
ist eine aus einer oder mehreren Komponenten bestehende Flüssigkeit, diese Komponenten dienen zum auflösen von Bindemittel, ohne dass die Bindemittel sich chemisch zersetzen.

 

Luftfeuchte
Wasserdampfgehalt der Luft. 
Die Luftfeuchte ist wichtig da sie die Trocknung von Beschichtungen beeinflusst. 
Außerdem kann die Luftfeuchte das Anstrichbild verändern. 
Absolute Luftfeuchte = Gramm Wasser pro m³ Luft. 
Sättigungsfeuchte oder max. Luftfeuchte = Höchstmenge an absoluter Luftfeuchte ohne Ausfall von Wasser in flüssiger Form.

 

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M

Makulatur und Fein Makulatur

Makulatur
ist meist eine dünne, aus Papier bestehende, Tapete. Sie wird benötigt als Untertapete, um einen gleichmäßigen, saugenden und farblichen Untergrund zu bekommen.

Fein- oder Flüssigmakulatur
ist ein pulverförmiges Gemisch aus verschiedenen Zellulosetypen. Das Pulver wird mit Wasser angerührt und auf den Untergrund aufgestrichen. Früher wurde Flüssigmakulatur oft im Neubau als billige Grundierung verwendet, ist aber nicht die optimale Lösung, um Wände zu grundieren.

 

MAK-Wert
steht für maximale Arbeitsplatzkonzentration von Dämpfen und Gasen am Arbeitsplatz. Zum Beispiel Lösemitteldämpfe in und um Spritzkabinen.

MAK-Wertliste ist die Konzentration an Lösemitteldämpfen unter dem MAK-Wert - so ist eine Gesundheitsgefährdung nicht zu befürchten.



Mehrschichtige Wandkonstruktion
bestehen aus einer statisch tragenden Schicht (z. B. Mauerwerk) und einer dämmenden Schicht (WDV-System).

 

Metalleffekt
In den Metalliclacken sind außer den üblichen Pigmenten, noch Aluminiumpulver enthalten. Das Aluminiumpulver erzeugt dann den metallischen Effekt.
Metalleffektlacke werden am besten im Spritzverfahren aufgetragen. Wenn man sie streicht, entstehen dunkle Streifen. Die Oberfläche ist dann nicht sehr gleichmäßig. Eine gute Oberfläche entsteht auch, wenn man den Lack mit einer Schaumstoffwalze (Moltoprenwalze) aufrollt.



Metamerie
ist, wenn zwei Farbtöne bei Tageslicht gleich aussehen, 
aber bei Kunstlicht unterschiedlich.

 

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N

Nachdunkeln
Anstrichstoffe weisen oft nach der Trocknung einen anderen Farbton auf als im nassen Zustand. Das beruht auf dem veränderten Lichtbrechungsvermögen des Anstrichstoffes durch Verdunstung des Lösemittels.

 

Nagelhärte
dabei wird mit dem Fingernagel über den Anstrich gekratzt. 
Der Anstrich sollte danach keine Beschädigung oder Nagelspur aufweisen.

 

Nassschleifen
Das Nassschleifen wird angewandt, wenn eine besonders schöne Oberfläche erzielt werden soll. Dabei dient die Flüssigkeit als Gleitmittel. Meistens verwendet man Wasser, es gibt aber auch spezielle Schleifflüssigkeiten.
Wenn man Flächen schleifen will, wird das Nassschleifpapier in einen Schleifklotz gespannt oder gelegt. Dann nässt man die zu schleifende Fläche an. Anschließend schleift man erst in kreisenden und dann in Längsrichtung der Fläche. Der Schleifschlamm muss danach grünlich entfernt werden. Die Fläche kann erst nach dem sie trocken ist beschichtet werden.

 

NCS-Farbsystem
NCS ist die Abkürzung für Natural Color System.

Beispiel einiger NCS Farbtöne

NCS NameFarbton
S 0580-Ygelb
S 2065-Bblau
S 3065-G10Ygrün
S 3560-Rrot

 

Niedrigenergie-Haus (NEH)
Ein Niedrigenergie-Haus hat einen k-Wert von 0,3 oder kleiner (für die Außenwand).

 

Neutralisation
Aufhebung von basischen oder alkalischen Eigenschaften durch Säuren oder Basen. 
Beispiel: Kalk- oder Zementputzflächen werden durch Fluatieren neutralisiert.

 

Nitroverdünnung
Mit einer Nitroverdünnung verdünnt man Nitrolacke. Nitroverdünnungen sind Lösemittelgemische, sie bestehen aus Estern, Aromate (wie Xylol und Toluol), Ketonen und Alkoholen.

 

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O

Ölmalerei
Als Bindemittel dienen langsam trocknende Öle wie Leinöl. 
Diese Leinöle werden mit Pigmenten vermischt. 
Die Ölfarben trocknen ohne Risse. 
Sie lassen sich in dünnen Schichten auftragen. 
Ölfarben eignen sich hervorragend zur Darstellung von Licht und Schatten (z.B. bei den Gemälden Rembrandts). 
Ölfarben können mit Terpentin verdünnt werden.

Bekannte Maler, die mit Ölfarben gemalt haben, sind Leonardo da Vinci, 
Peter Paul Rubens, Jan van Eyck und Rembrandt.

 

Offenporig
sind Lasuren, die nicht die Poren des Holzes komplett verschließen. Dadurch kann das Holz noch atmen.

 

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P

Perlglanzeffekt
Der Perlglanzeffekt wird erreicht durch blättrige Pigmente, die vorher mit Metallen bedampft wurden. Ein Perlmutteffekt wird durch einen weißen Perlglanzeffekt erreicht.



Physikalische Trocknung
Nennt man einfaches zusammenfließen der Bindemittelteilchen in Anstrichen nach dem Verdunsten des Lösemittels. Physikalisch trocknende Anstrichsysteme können mit dem Lösemittel, in dem sie gelöst wurden, nach dem Trocknen wieder gelöst werden. Sie sind reversibel.

 

Pigmente
Pigmente geben dem Lack, der Lasur oder der Wandfarbe den Farbton. 
Außerdem haben einige Pigmente eine korrosionshemmende Wirkung. 
Man unterscheidet zwischen anorganischen und organischen Pigmenten. 
Die anorganischen Pigmente wurden vom Menschen schon in der Eiszeit 
verwendet (Höhlenmalerei). 
Der Höhlenmensch nutzte dabei unterschiedliche Erdsorten (Erdfarben). 
Diese Erdsorten bekommen ihre Färbung durch die in ihnen enthaltenen Metalloxide. 


Einige Erdfarbtöne und ihre Metalloxide:

MetalloxidFarbtöne
Eisenoxidegelbrot bis braunrot
Kalk und Gipsweiß
Manganoxideschwarz

Wichtige Pigmente

Weißpigmente: 



Titandioxid TiO2 (Anatas, Rutil) 
ist das am bekanntesten und meist verwendete Weißpigment. Es hat ein sehr gutes Deckvermögen, ist sehr weiß und ist sehr lichtstabil. Es wird in fast allen Farben eingesetzt.

Zinkoxid Zinkoxide (Zinkweiß) ist ein Weißpigment, das für Korrosionsschutzfarben verwendet wird.

Zinksulfit (ZnS) wird hauptsächlich in Grundierungen und im Spachtelbereich eingesetzt.

Lithopone sind ein Gemisch aus Zinksulfit (ZnS) und Bariumsufat (BaSO4). Lithopone setzt man häufig beim Grundieren und beim Spachteln ein.

Schwarzpigmente:

Ruß ist das wichtigste Schwarzpigment. Ruß besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff. Ruß ist ein sehr beständiges Pigment.

Eisenoxidschwarz (Magnetit) (Fe3O4Gegenüber Farbtiefe und Färbevermögen ist Eisenoxid deutlich schlechter.

Spinellschwarz ist ein sehr farbschwaches Pigment, mit wenig Farbtiefe und verhältnismäßig teuer. Es ist aber sehr chemikalien- und hitzebeständig (1000 C°).

Blaupigmente:

Kupferphthalocyanine sind die ersten organischen und wichtigsten Blaupigmente. Sie sind sehr säure-, alkali und lösemittelbeständig. Außerdem sind sie sehr licht- und wetterbeständig.

Eisencyanblau (Miloriblau, Berliner Blau) Es ist nicht besonders wetter- und alkalibeständig.

 

Pigmentierung
ist der farbliche Bestandteil (Pigmente) in Oberflächensystemen.

 

Primer
Grundierungen werden oft auch als Primer bezeichnet. Meist haben Primer gewisse Eigenschaften. 
Beispiel: Kunststoffprimer sind spezielle Grundierungen, um Kunststoffe zu streichen. Nach dem Trocknen kann der Primer dann mit Lack überstrichen werden.

 

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R

RAL-Farben
RAL ist durch das Deutsche Institut für Gütesicherung entstanden. Es ist ein Farbregister mit der Bezeichnung RAL 840HR.

In diesem Register RAL 840HR befinden sich 160 halbmatte Farbtöne. Die Farbtöne sind mit vierstelligen Zahlen gekennzeichnet. Sie sind in neun Farbreihen unterteilt.

Unterteilung der Farbtöne nach RAL
1000er Reihe gelbe Farbtöne
2000er Reihe orange Farbtöne
3000er Reihe rote Farbtöne
4000er Reihe violette Farbtöne
5000er Reihe blaue Farbtöne
6000er Reihe grüne Farbtöne
7000er Reihe grau Farbtöne
8000er Reihe braune Farbtöne
9000er Reihe weiße und schwarze Farbtöne

Hier sind einige RAL-Farben und ihre Namen
RAL 1006 = Maisgelb
RAL 1013 = Perlweiß
RAL 1014 = Elfenbein
RAL 2000 = Gelborange
RAL 2002 = Blutorange
RAL 3000 = Feuerrot
RAL 3002 = Kaminrot
RAL 3009 = Oxidrot
RAL 4001 = Rotlila
RAL 4005 = Blaulila
RAL 5000 = Violettblau
RAL 5010 = Enzianblau
RAL 5011 = Stahlblau
RAL 5014 = Taubenblau
RAL 5015 = Himmelblau
RAL 6002 = Laubgrün
RAL 6003 = Olivgrün
RAL 6005 = Moosgrün
RAL 7000 = Fehgrau
RAL 7001 = silbergrau
RAL 7011 = Eisengrau
RAL 7023 = Betongrau
RAL 8003 = Lehmbraun
RAL 8007 = Rehbraun
RAL 8011 = Nußbraun
RAL 8017 = Schokoladenbraun
RAL 9001 = Cremeweiß
RAL 9005 = Tiefschwarz
RAL 9010 = Reinweiß
RAL 9011 = Graphitschwarz

Das Farbregister RAL 841 G enthält die gleichen Farbtöne, aber in glänzender Ausführung.



Raufasertapeten
bestehen aus mehrlagigen Papierbahnen, in denen Holzfasern eingebettet sind. Unterschiedliche Strukturen entstehen durch die unterschiedliche Form und Größe der Holzfasern. Raufasertapeten werden nach dem Kleben überstrichen.

 

Reibeputz
sind als Kunststoff- oder als mineralische Putze erhältlich.



Reinsilikat
Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben
Nach DIN18363 ist zu unterscheiden zwischen Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben. Die Silicatfarben werden auch als Zweikomponenten-Silicatfarben oder Reinsilicatfarben bezeichnet. Sie bestehen aus zwei Komponenten, die eine Komponente ist das Fixativ - es besteht aus flüssigem Wasserglas - die andere Komponente besteht aus Pigmenten und Füllstoffen. Diese beiden Komponenten werden erst kurz vor ihrer Verarbeitung zusammengegeben und miteinander verrührt. Diese Silicatfarben haben nur eine begrenzte Verarbeitungs- und Lager-Zeit.

Die Dispersionssilicatfarben 
sind Ein-Komponentensysteme und stellen heute die Hauptmenge der im Einsatz befindlichen Silicatfarben dar. 
Die Dispersionssilicatfarben bestehen aus alkalibeständigen Kunststoffdispersionen und Kaliwasserglas. Die wichtigste Eigenschaft der Dispersionssilicatfarben ist die Fähigkeit zur Verkieselung. Zuerst findet eine Physikalische Trocknung statt (Verdunstung des Lösemittels) danach tritt die eigentliche Verkieselungsreaktion ein. Dabei geht die Dispersionssilicatfarben mit dem Untergrund (dieser muss mineralisch sein) eine Verbindung ein.
Mineralische Untergründe sind Beton, Putz, Stein, oder Eternit.



Reißlacke
Das Prinzip des Reißlacks:
Die Deckbeschichtung muss unelastischer sein als der Grund- und Zwischenanstrich. 
Dadurch entstehen Risse in der Decklackierung. 
Die Zeit zum trocknen des Zwischenanstrichs gibt die Größe der Risse an. Früher wurden Ölfarben und Öllackfarben verwendet. Sobald die beschichte Fläche angetrocknet war, wurden sie mit Dextrin überstrichen oder überspritzt. Das Dextrin erzeugt eine große Spannung auf den Anstrichfilm und bringt ihn zum Reißen.

Heute gibt es von der Lackindustrie genau abgestimmte Anstrichsysteme um einen solchen Effekt zu erzielen.

 

Reversibel (wieder löslich) sind trockene Beschichtungen, die mit ihrem Lösemittel wieder gelöst werden können. Dieses betrifft alle physikalisch trocknenden Lacke.

 

Ritzprobe
wird angewendet als Prüfung des Untergrundes. Sie wird auch als Gitterritzprobe und Nagelritzprobe bezeichnet. Sie wird besonders an Estrichoberflächen mit einem harten und spitzen Gegenstand durchgeführt.

 

Rost
wird auch als Korrosion bezeichnet. 
Korrosion ist die Reaktion eines Metalls mit seiner Umgebung. 
Dies passiert durch Umwelteinflüsse wie Säureregen und hohe Luftfeuchte.

 

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S

Schalmittelrückstände
Sind häufig auf Betonflächen vorzufinden. Das Schalöl wird auf die Schaltafeln gegeben, damit sich die Schaltafeln nach dem Betongießen besser vom Beton lösen. Darf heute nicht mehr verwendet werden.

 

Schimmelpilze
Es gibt tausende verschiedene Schimmelpilzarten. Schimmelpilze vermehren sich durch kleine Sporen. 
Sie sind im Freien und in Innenräumen immer vorhanden. Wenn keine für sie günstige Umgebung besteht, 
können sie sich in Innenräumen nicht ansiedeln. Um siedeln und wachsen zu können, 
müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

Geeigneter Nährboden: 
Der Schimmel fühlt sich wohl in organischen Materialien wie Holz, 
natürlichen Teppichen, Tapeten, Tapetenkleister, Stoffen 
sowie dauerelastische Dichtungen und Kunststoffen.
Feuchtigkeit: 
Hohe Material- und Luftfeuchtigkeit die über 80% liegt.
Temperatur: 
Die optimalen Wachstumstemperaturen liegen für die meisten Pilze bei 20 bis 30 °C.

Schimmelpilzkolonien können entstehen durch:

  • Schlechte Belüftung
  • Durch unzureichend wärmegedämmte Wand- und Deckenflächen
  • Durch Feuchtigkeit des Untergrundes
  • Durch aufsteigende Grundfeuchte
  • Durch undichtes Mauerwerk
  • Durch wenig Licht und Ablagerungen auf der Tapete

Bautechnische Mängel sollten behoben werden, da sonst der Schimmel wiederkommt und Bauschäden (durch Feuchtigkeit) entstehen können.

Krankheiten, die durch Schimmelpilze entstehen können:

Allergien
Es reagieren ca. 30% aller Allergiker auf Pilzsporen. 
Mögliche Folge dieser Belastung sind v.a. Atemwegserkrankungen (Asthma) und unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen 
und chronische Müdigkeit.

Mykotoxine (Pilzgifte)

Nur wenige Pilze sind direkt gesundheitsschädlich. Von etwa 100 Arten weiß man jedoch, dass sie den menschlichen Körper infizieren und schädigen können. Viele Schimmelpilze setzen zum Schutz ihres Lebensraumes Gifte frei. Derartige Mykotoxine (Pilzgifte) können sehr toxisch (giftig) sein. Viele Schimmelgifte sind bekannt, darunter das Satratoxin vom Pilz Stachybotrys und das Aflatoxin einiger Aspergillenarten.



Schichtdicke (Filmdicke)
Als Schichtdicke wird die Dicke der Beschichtung auf einem Werkstoff bezeichnet; man unterscheidet zwischen Nassschichtdicke und Trockenschichtdicke.

Nassschichtdicke ist die Schichtdicke der nassen, frisch aufgetragenen Beschichtung.

Trockenschichtdicke ist die Schichtdicke nach der Trocknung der Beschichtung.
Schichtdickenmessung

Die Schichtdicke wird in µm gemessen. Es gibt zur Schichtdickenmessung viele verschiedene Messgeräte. Mann unterscheidet zwischen Nassschichtdicke und Trockenschichtdicke.

 

Schleifen

Warum schleift man?
- anrauhen der Oberfläche, damit der Anstrichfilm besser haftet
- damit die Oberfläche glatt und eben ist
- säubern der Fläche
- für spezielle Effekte (Schleiflack)

Es gibt verschiedene Arten, um zu schleifen.

Trockenschleifen: Mit dem Trockenschleifen lässt sich eine sehr feine Oberfläche erzeugen. Wenn man Flächen schleifen will, wird das Trockenschleifpapier in einen Schleifklotz gespannt oder gelegt. Diesen führt man mit gleichmäßigem Druck über die zu schleifende Fläche. Um gut und gründlich solche Flächen zu schleifen, eignen sich hervorragend Schleifmaschinen.

Wenn Ecken und schlecht zugängliche Stellen vorhanden sind, nimmt man ein Stück gefaltetes Schleifpapier und schleift ohne Schleifklotz diese Ecken.

Nach dem Schleifen muss der Schleifstaub mit Hilfe eines Abstaubers oder Besens gründlich entfernt werden.

Nassschleifen: Das Nassschleifen wird angewandt, wenn eine besonders schöne Oberfläche erzielt werden soll. Dabei dient die Flüssigkeit als Gleitmittel. Meistens verwendet man Wasser, es gibt aber auch spezielle Schleifflüssigkeiten.

Wenn man Flächen schleifen will, wird das Nassschleifpapier in einen Schleifklotz gespannt oder gelegt. Dann nässt man die zu schleifende Fläche an. Dann schleift man erst in kreisenden Bewegungen und dann in Längsrichtung der Fläche. Der Schleifschlamm muss danach grünlich entfernt werden. Die Fläche kann erst nach dem sie trocken ist beschichtet werden.

 

Silicatputze
Bei diesen Putzen besteht der überwiegende Teil aus Wasserglas. Mit Silicatputzen können in etwa die gleichen Oberflächenstrukturen wie bei Kunstharzputzen erzielt werden. Sie werden in verarbeitungsfähiger Form geliefert.

 

Silikon
ist eine Fugendichtmasse. 
Sie wird hauptsächlich im Sanitärbereich eingesetzt, um Fugen abzudichten, zum Beispiel im Bad oder im Fensterbereich zum Abdichten des Glases.

Silikonfugen sind meist nicht mit Farbe überstreichbar! Wenn sie Fugen ausspritzen müssen, die sie später überstreichen wollen, dann spritzen Sie die Fuge mit Acryl aus.



Silikonharzfarben
Silikonharzfarben sind besonderes Wasser abweisend (hydrophob). 
Sie sind sehr wasserdampf- und gasdurchlässig. 
Sie können auf allen mineralischen Untergründen und allen tragfähigen Fassadenbeschichtungen außer auf sehr elastischen Beschichtungen aufgetragen werden.

 

Sinterschicht
z. B. Kalk-Sinterschicht an Kalkputzoberflächen ist eine glasklare, harte Bindemittelhaut. Sinterschichten entstehen an Putzoberflächen besonders durch übermäßige Glättevorgänge und der dadurch bedingten Bindemittelanreicherung. Sinterschichten müssen vor der Ausführung von Beschichtungsarbeiten, z. B. durch Schleifen, entfernt werden.

Näheres: BFS-Merkblätter 1, 8, 14 und 20.

 

Spachtelmassen
Arten von Spachtelmassen:

  • Wandspachtelmasse für Innen
  • Wandspachtelmasse für Außen
  • Spachtelmassen für Holz und Metall
  • Spachtelmassen mit Härter oder Zweikomponentenspachtel

Wandspachtel für Innen dienen zum Ausbessern von Löchern und Rissen von Wänden. Die meisten Wandspachtel werden in Pulverform angeliefert. Sie müssen noch mit Wasser angerührt werden. Dabei gibt man etwas Wasser in einen Behälter und gibt nach und nach etwas Spachtelmasse hinzu und rührt zwischen dem Hinzugeben um. Das macht man solange, bis die Spachtelmasse verarbeitbar ist.

Das kann man prüfen indem man die Spachtelmasse auf einen Spachtel gibt, wenn die Spachtelmasse beim Schrägstellen nicht runterläuft ist sie in Ordnung und kann verarbeitet werden. Es gibt aber auch Spachtelmasse die schon gebrauchsfertig sind, diese haben den Vorteil das sie sofort zu verarbeiten sind. Spachtelmasse für innen können meist nicht für außen verwendet werden.

BezeichnungEinsatzgebiet
FugenspachtelFür Fugen, Risse und kleineren Löchern
FeinspachtelFür Fugen, Risse und kleineren Löchern
GipsspachtelFür Fugen, Risse und kleineren Löchern
RotbandFür größere Löcher und verputzen von größeren Flächen
GoldbandFür größere Löcher und verputzen von größeren Flächen
Zementspachtelfür Löcher und Risse

Spachtelmassen für Holz und Metall

Hier eigenen sich Ölspachtel, Alkydspachtel und Zweikomponentenspachtel.

BezeichnungEinsatzgebiet
ÖlspachtelFür Löcher und Risse auf Türen im Innenbereich
AlkydspachtelFür Löcher und Risse auf Türen im Innenbereich
ZweikomponentenspachtelFür Löcher und Risse an Fenster und Türen im Innen und Außenbereich

Spachtelmassen mit Härter oder Zweikomponentenspachtel sind Spachtelmassen, die aus zwei verschiedenen Bestandteilen bestehen. Ein Bestandteil ist die Stammkomponente, dieser Stammkomponente muss noch eine zweite Komponente zugefügt werden: der Härter (eine Kleine Tube, deren Inhalt ist meistens rot). Ohne den Härter trocknet die Spachtelmasse nicht.

 

Spezialverdünnung
Als Spezialverdünnung kann man eigentlich jedes Lösemittelgemisch bezeichnen, da es entweder für einen speziellen Lack oder für eine besondere Aufgabe verwendet wird.

 

Spritzen
Um eine optimale Oberfläche zu bekommen, ist das Spritzen das beste Verfahren. Dabei wird entweder Luft durch einen Schlauch und eine Spritzpistole geleitet, die dann die Farbe befördert und so auf das zu beschichtende Objekt bringt. Die andere Möglichkeit ist, dass Material durch eine Pumpe in eine Spritzpistole gepumpt wird und das Material so auf ein Objekt gesprüht wird. Es gibt verschiedene Arten von Spritzapplikationen.

SpritzartEigenschaftDruckVerwendung
Hochdrucksehr gute Oberfläche2-8 barLacke, Füller, Grundierungen
Niederdruckgute OberflächeLacke, Füller, Grundierungen
Airlessgute Oberflächebis 180 barDispersionen, Lack, Füller

Hochdruck: Das Hochdruckverfahren wird hauptsächlich in der Autolackierung und in der Industrie verwendet. 
Außerdem wird das Hochdruckverfahren meistens in der Industriebeschichtung und im Malerhandwerk verwendet. 

Das Verfahren: 
Von einem Kompressor wird Luft durch einen Schlauch und durch eine Spritzpistole gedrückt, die Luft strömt an der Spitze der Pistole aus. Durch das Öffnen der Spritzdüse gelangt Farbe an die Spitze der Düse und wird von der Luft die seitlich austritt nach vorne mitgerissen und auf das zu sprühende Objekt befördert.

Vor und Nachteile: 
Es entsteht eine optimale Oberfläche. 
Pistole muss nach dem Spritzen gründlich gesäubert werden. 
Die Anschaffung der Geräte (Kompressor, Pistole, Schlauch) ist teuer und lohnt sich nicht für den Do-it-Yourselfer.

Niederdruck Das Niederdruckverfahren wird hauptsächlich im Maler und Do-it-yourself Bereich eingesetzt.

Das Verfahren: 
Der Luftstrom entsteht hier durch eine Turbine (vergleichbar mit einem Staubsauger), der Luftstrom wird über einen Schlauch in eine Spritzpistole geleitet und tritt seitlich an der Düse aus. Durch das Öffnen der Spritzdüse gelangt Farbe an die Spitze der Düse und wird von der Luft die seitlich austritt nach vorne mitgerissen und auf das zu sprühende Objekt befördert.

Vor und NachteileDie Oberfläche ist nicht so gut wie die des Hochdruckverfahrens, aber immer noch gut. 
Pistole muss nach dem Spritzen gründlich gesäubert werden. 
Spritzgeräte sind relativ billig gegenüber Hochdruck- und Airlessverfahren.

Airless: Das Airlessverfahren wird meistens vom Maler zum Dispersionsfarben-spritzen verwendet. Es kann aber auch zum Lackieren benutzt werden.

Das Verfahren: Im Airlessverfahren wird das Material über eine Pumpe durch einen Schlauch in die Spritzpistole gefördert und tritt dann an der Spritzdüse aus. Dabei entsteht ein Druck von bis zu 180bar und mehr.

Vor und Nachteile: Hoher Arbeitsaufwand, da komplette Maschine gesäubert werden muss. 
Bei Spritzen von Dispersionsfarbe in Räumen wird viel Zeit zum abkleben benötigt. 
Geräte sind sehr teuer.

 

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T

Temperafarben / Eitempera
Eitempera Farben bestehen aus Eiern und Pigmenten. 
Dabei dient das Eiweiß als Bindemittel. 
Das Eiweiß härtet an der Luft aus und verfestigt das Pigment. 
Der Nachteil dieser Farben ist, dass sie einschrumpfen, schnell trocknen und rissig werden. 
Diese Farben wurden in der Renaissance oft verwendet.

 

Terpentin
Terpentinöl wird aus dem Harzausfluss von Nadelhölzern und dem anschließenden Destillieren gewonnen. Terpentinöl ist eine viskose, trübe, fast weiße oder weißgelbe Masse. Terpentinöl wird als Lösemittel für Naturharzlacke eingesetzt.



Terpentinöl-Ersatz
Ist eine farblose, brennbare, organische Flüssigkeit. Sie besteht aus verschiedenen Lösemitteln wie zum Beispiel Testbenzin. Man verwendet Terpentinöl-Ersatz als Lösungs- und Verdünnungsmittel von Kunstharzlacken.

 

Testbenzin
Ist eine farblose Flüssigkeit mit benzinartigem Geruch. Testbenzin wird als Verdünnungsmittel von lösemittelhaltigen Lacken verwendet. Es ist in Lacken, Klebstoffen und Holzschutzmitteln enthalten. Der Aromatengehalt des Testbenzins liegt in der Regel unter 25%. Aromaten sind gesundheitsschädlich, deswegen sollte man zum verdünnen von lösemittelhaltigen Lacken aromatenfreies Testbenzin verwenden.

 

Thixotropie
sind Lacke, die tropfgehemmt oder tropffrei sind. Sie sind in der Dose Gel-artig, durch Rühren wird der Lack dünnflüssig und nach dem Auftrag wieder dickflüssig. Der Lack in der Dose wird nach einiger Zeit wieder Gel-artig.

Vorteile Thixotroper Lacke:

  • höhere Schichtdicke
  • gute Kantenabdeckung
  • gut über Kopf zu verarbeiten


Titandioxid
ist das heute am meisten verwendete Weißpigment für Farben.

 

Trockenschichtdicke
Man unterteilt in zwei verschiedene Messmethoden, die Zerstörende und die nicht Zerstörende.

Messmethoden OHNE Zerstörung der Beschichtung:
Mikrometerschraube Eine einfache Messmethode funktioniert mit einer Mikrometerschraube, dabei wird als erstes die Dicke des Untergrundes mit Hilfe einer Mikrometerschraube bestimmt und später dann die Dicke des Untergrundes mit dem trockenen Anstrichfilm. Dann wird von der zweiten Messung die erste Messung abgezogen. Das Ergebnis ist dann die Trockenschichtdicke. Diese Methode ist ziemlich genau, kann aber leider nur an geraden flachen Platten angewendet werden.

Magnetismus
Hierbei wird mit einem Gerät an dem sich ein Magnet befindet die Schichtdicke bestimmt. Dieses Messverfahren eignet sich nur auf Eisenmetallen wie Stahl. Bei feuerverzinkten Platten sollte man vorher die Schichtdicke des Zinkes messen und abziehen. 



Wirbelstromverfahren
Mit dem Wirbelstromverfahren kann man die Schichtdicke auf Nichteisenmetalle messen wie z.B. Aluminium. Die Wirbelstrommethode beruht auf den Prinzipien der Elektromagnetischen Induktion.

Messmethoden MIT Zerstörung der Beschichtung:
Messuhr Bei der Messuhr werden die beiden Äußeren Zapfen auf die Beschichtung gesetzt und der mittlere Zapfen in eine  Vertiefung.
Die Schichtdicke kann dann an der Messuhr abgelesen werden.
 
Mikroskopische Bestimmung Die mikroskopische Trockenschichtdickenbestimmung ist eine der genauesten Bestimmung. Mit Hilfe eines Mikroskops, einer Kamera, einem Computer und spezieller Software kann optisch die Schichtdicke bestimmt werden.

 

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U

Universalverdünnung
Mit einer Universalverdünnung kann man verschiedene Lacke verdünnen, da sie ein Gemisch aus unterschiedlichen Lösemitteln ist. Man kann damit Nitrolacke und Alkydlacke verdünnen.

 

Unterrostung
Als Unterrostung wird das Wandern von Rost (auf Stahl) unterhalb einer Beschichtung bezeichnet. Das kann zum Beispiel durch Haarrisse in der Beschichtung passieren. Durch denn Haarriss können Wasser und Salze an den Untergrund gelangen, der Untergrund fängt an zu oxidieren also zu rosten. Eine Volumenvergrößerung des Untergrundes entsteht und die Beschichtung platzt vom Untergrund ab.

 

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V

Verdünnung
Verdünnungen sind Lösemittelgemische, die zum Verdünnen von Farben und Lacken verwendet werden.

 

Verfugen oder Ausfugen wird das Schließen der Fugen von Fliesen mit Hilfe einer Fugenmasse bezeichnet. Diese Fugenmasse wird mit Wasser angerührt.



Vergilbung bedeutet, das Lacke sich langsam im Farbton verändern und gelb werden. Es gibt verschiedene Arten von Vergilbung, die Dunkel-Vergilbung, also unter Lichtabschluss durch Wärme oder durch Umwelteinflüsse wie Ammoniakdämpfe. Gute Vergilbungsbeständigkeit weisen Acrylharzlacke (mit Wasser zu verdünnende) auf.

 

Verkieselung

Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben: Nach DIN18363 ist zu unterscheiden zwischen Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben.

Die Silicatfarben  werden auch als Zweikomponenten-Silicatfarben oder Reinsilicatfarben bezeichnet.

Sie bestehen aus zwei Komponenten, die eine Komponente ist das Fixativ - es besteht aus flüssigem Wasserglas, die andere Komponente besteht aus Pigmenten und Füllstoffen.

Diese beiden Komponenten werden erst kurz vor ihrer Verarbeitung zusammengegeben und mit einander verrührt. Diese Silicatfarben haben nur eine begrenzte Verarbeitungs- und Lagerzeit.

Die Dispersionssilicatfarben 
sind Ein-Komponentensysteme und stellen heute die Hauptmenge der im Einsatz befindlichen Silicatfarben dar. Sie bestehen aus alkalibeständigen Kunststoffdispersionen und Kaliwasserglas. Die wichtigste Eigenschaft der Dispersionssilicatfarben ist die Fähigkeit zur Verkieselung.

Zuerst findet eine physikalische Trocknung statt (Verdunstung des Lösemittels), danach tritt die eigentliche Verkieselungsreaktion ein. Dabei geht die Dispersionssilicatfarben mit dem Untergrund (dieser muss mineralisch sein) eine Verbindung ein. Mineralische Untergründe sind Beton, Putz, Stein, oder Eternit.



Die VOB ( Verdingungsordnung von Bauleistungen)

  • Die VOB ist kein Gesetz, sie gilt aber vom Gesetzgeber als Allgemeine Geschäftsbedingung
  • Die VOB ist in drei Teile gegliedert

Teil A behandelt die allgemeinen Bestimmungen über die Vergabe von Bauleistungen.

Teil B ist für die Vertragsgestaltung interessant

Teil C für allgemeine technische Vorschriften für Bauleistungen

Vorlacke sind Lacke, die nicht als Deckanstrich geeignet sind, sie sind für einen gleichmäßigen Untergrund zuständig. Sie sollten gut füllen und sehr matt sein.

 

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W

Wandfarben
Mit Wandfarben meinen wir Innenwandfarben (Innendispersionen).

Es gibt verschiedene Arten von Wandfarben.

  • Latexfarben
  • Wandlacke
  • Leimfarbe
  • Wischfeste Farben
  • Waschbeständige Farben
  • Scheuerbeständige Farben

Latexfarben: Latexfarben bestehen heute im Prinzip aus den gleichen Bestandteilen wie scheuerbeständige Dispersionsfarben. Die verwendeten Bestandteile sind i. d. R. hochwertiger, der Bindemittelanteil höher. Latexfarben sind scheuerbeständig und in matter, seidenglänzender, glänzender und hochglänzender Qualität erhältlich. Weil sie abwaschbar sind, eignen sie sich gut für Badezimmer, Küchen und Treppenhäuser.

Wandlacke: Wandlacke sind scheuerbeständig und in matter, seidenglänzender, glänzender und hochglänzender Qualität erhältlich. Weil sie abwaschbar sind, eignen sie sich gut für Badezimmer, Küchen und Treppenhäuser.

Leimfarben: Sind billige Farben, die wischfest sind, die aber nicht überstrichen werden könne. Sie müssen vor dem Überstreichen mit einer neuen Farbe erst restlos entfernt werden. Sie sind nicht zu empfehlen.

Wischfeste Farben: Wischbeständige Beschichtungen dürfen bei geringem trockenem und leichtem Abreiben nicht abfärben. Sie sind billige Farben die nicht zu empfehlen sind für Wohnräume, sie sind geeignet für Keller und Abstellräume.

Waschbeständige Farben: Der Begriff „Waschbeständigkeit“ bedeutet in der Praxis nicht, dass Verschmutzungen auf diesen Beschichtungen mit Wasser abgewaschen werden können. Das Entfernen von Verschmutzungen an einzelnen Stellen mit einem feuchten Tuch sollte dabei aber möglich sein. Waschbeständige Dispersionsfarben sind für normal beanspruchte Innenanstriche von ausreichender Qualität.

Scheuerbeständige Farben: Scheuerbeständige Anstiche können in der Regel feucht abgewischt werden. Bei matten Beschichtungen ist dies aber problematisch, da sich hier Verschmutzungen besser festsetzen können als z. B. bei seidenglänzenden. Scheuerbeständige Beschichtungen sind für stärker beanspruchte Flächen wie z. B. in Treppenhäusern, Fluren, Küchen Badezimmern geeignet.

 

Wandlacke
sind meist mit Wasser zu verdünnende Acryllacke für innen. Sie sind scheuerbeständig und eignen sich optimal für Küchen oder Bäder. Sie sind meist seidenglänzend, glänzend oder hochglänzend.



Wärmebrücken
Bei Bauwerken werden oft verschiedene Baustoffe neben- und ineinander verarbeitet. Jeder Baustoff hat aber unterschiedliche wärmeleitende Eigenschaften. So kann es vorkommen, dass an manchen Stellen eine zu geringe Wärmedämmung vorhanden ist. Vor allem in den kalten Jahreszeiten kommt es dann genau an diesen Stellen zu einer stärkeren Wasserdampfdiffusion. Raumluft enthält immer einen gewissen Anteil an Wasserdampf, der, vor allem in Wintermonaten, z. B. an Fensterscheiben oder auch an kalten Bauteilen kondensieren kann.

Die Auswirkungen sind: Verstärkte Schmutzablagerungen oder gar Schimmelpilzbefall.

Abhilfe schafft: Viel Lüften, eventuell bei Renovierungsarbeiten die betreffenden Stellen mit Anti-Pilz-Farbe streichen.

 

Wasserdampfdiffusion
Unter Diffusion versteht man das Wandern eines Stoffes durch einen anderen Stoff. Bei Bauwerken ist das die wärmere Raumluft, die in den kälteren Außenbereich durch das Mauerwerk wandert. Die Raumluft in unseren Wohnungen enthält immer einen bestimmten Anteil an Wasserdampf.

 

Wärmedämmputze
sind sehr porig. Sie enthalten Polystirol oder Blähglimmer. Diese Putze sind meist Unterputze, die noch einen Oberputz brauchen. Der Ober- und der Unterputz müssen aufeinander abgestimmt sein.

 

Wärmedämmstoffe
sind Platten, die auf die Fassade oder an die Außenwand (im Innenraum) angebracht werden.

 

Wärmedämmwert
Wärmedämmwert = Wärmedurchlasswiderstand
Das ist der Widerstand den ein Bauteil der entströmenden Wärme entgegensetzt. 
Man geht hier von 1m2, einer bestimmten Dicke und einem 
Wärmeunterschied von 1K (1°C) aus.

 

Wärmdurchgangskoeffizient
k- Wert = Wärmedurchgangskoeffizient (Wärmedurchgangszahl)

Der k- Wert gibt die Wärmemenge an die in 1 Sekunde durch 1m2 eines Bauteils in Abhängigkeit der Schichtdicke fließt, wenn innen und außen ein Temperaturunterschied 1K (1°C) ist.

Je kleiner der k- Wert ist, desto besser die Wärmedämmung. 
Bei Vollwärmeschutz sollte der K- Wert bei 0,40W/m2 liegen.

 

Wärmedämmwert
Wärmedämmwert = Wärmedurchlasswiderstand

Das ist der Widerstand, den ein Bauteil der entströmenden Wärme entgegensetzt. 
Man geht hier von 1m2, einer bestimmten Dicke und einem 
Wärmeunterschied von 1K (1°C) aus.

 

Wärmeverlust
Energiebilanzverfahren: Gegenüberstellen von Wärmeverlusten und Wärmegewinnen. 
Dieses wird in der Wärmedämmung eingesetzt.

 

Waschverdünnung
enthält neben Testbenzin meist Petroleum und andere Lösemittel. Aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes sollte man darauf achten, dass keine Chlorkohlenwasserstoffe enthalten sind.

 

Wasserflecken (Wasserränder)
Wasserflecken treten auf durch Eindringen von Wasser in Decken oder Wände. Das kann zum Beispiel durch ein Rohrbruch oder ein undichtes Dach passieren. Die im Mauerwerk oder Holz enthaltenden wasserlöslichen Substanzen werden an die Oberfläche transportiert und bilden meist gelbe oder braune Flecken.
Das Problem dieser Wasserflecken ist, dass sie wasserlöslich sind. Sie können mit normaler Dispersionsfarbe nicht überstrichen werden da der Wasserfleck wieder gelöst wird und durchschlägt. Am besten ist es diesen Wasserfleck mit Hilfe eines lösemittelhaltigen Lackes (einem Kunstharz- oder Alkyllack)zu überstreichen. Wenn der Lack getrocknet ist kann man dann mit Dispersionsfarbe die Fläche überstreichen.



Wetterbeständigkeit
Wetterbeständige Beschichtungen müssen nach VOB DIN 18363, nach üblichen Witterungseinflüssen, nach zwei Jahren ihre Funktion noch voll erfüllen. Die Beschichtung darf nach dieser Zeit weder abplatzen, verfärbt oder ausgeblichen sein und keine Risse aufweisen. Etwas Kreidung oder normale Verschmutzung sind jedoch alterungsbedingt und können nicht beanstandet werden. Als wetterbeständige Beschichtungen sind geeignet: Kalkfarben, Zementfarben, Silicatfarben, Dispersionssilicatfarben, Silikonharzfarben, Dispersionsfassadenfarben. Die Auswahl ist auf den jeweiligen Untergrund abzustimmen.

 

Wischbeständigkeit
Wischbeständige Beschichtungen dürfen bei geringem trockenem und leichtem Abreiben nicht abfärben. Die Verwendung von Farben dieser Qualität ist nicht empfehlenswert.

Abkürzungshinweis WDVS = Wärme Dämm Verbund System

 

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Z

Zinkhaftfarben
sind spezielle Grundierungen für verzinkte Oberflächen. Am besten haben sich wasserverdünnte Grundierungen bewährt. Es gibt aber auch lösemittelhaltige und 2K-Grundierungen für verzinkte Oberflächen.

 

Zwei-Komponenten-Silicatfarben
Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben
Nach DIN18363 ist zu unterscheiden zwischen Silicatfarben und Dispersionssilicatfarben.

Die Silicatfarben werden auch als Zweikomponenten-Silicatfarben oder Reinsilicatfarben bezeichnet. Sie bestehen aus zwei Komponenten, die eine Komponente ist das fixativ - besteht aus flüssigem Wasserglas - die andere Komponente besteht aus Pigmenten und Füllstoffen. Diese beiden Komponenten werden erst kurz vor ihrer Verarbeitung zusammengegeben und miteinander verrührt. Diese Silicatfarben haben nur eine begrenzte Verarbeitungs- und Lager-Zeit.

Die Dispersionssilicatfarben 
sind Ein-Komponentensysteme und stellen heute die Hauptmenge der im Einsatz befindlichen Silicatfarben dar. 
Die Dispersionssilicatfarben bestehen aus alkalibeständigen Kunststoffdispersionen und Kaliwasserglas. Die wichtigste Eigenschaft der Dispersionssilicatfarben ist die Fähigkeit zur Verkieselung. Zuerst findet eine physikalische Trocknung statt (Verdunstung des Lösemittels) danach tritt die eigentliche Verkieselungsreaktion ein. Dabei geht die Dispersionssilicatfarben mit dem Untergrund (dieser muss mineralisch sein) eine Verbindung ein. Mineralische Untergründe sind Beton, Putz, Stein, oder Eternit.



Zwischenhaftung ist die Haftung zwischen zwei Beschichtungen (Anstrichen).

 

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