Kleinreparaturen von der Steuer absetzen!

Steuervorteile
Nach § 35 a Absatz 2 EStG sind bis zu 6.000,- Euro in der Einkommenssteuererklärung absetzbar. Dazu zählen auch Ausbesserungsarbeiten und Schönheitsreparaturen.
 
Welche Dienstleistungen sind absetzbar?
Es handelt sich hier um handwerkliche Tätigkeiten, die als Ausbesserungsarbeiten oder Schönheitsreparaturen anzusehen sind. Nicht absetzbar dagegen sind Um- und Anbauten.
 
Wer kann diese Dienstleistungen absetzen?
Es ist irrelevant, ob Sie Mieter oder Eigentümer sind.
 
Wie hoch ist die Steuerersparnis?
Der zulässige Betrag der Steuerersparnis wird direkt von der Steuerschuld abgezogen. Hierbei sind maximal 20 %, höchstens jedoch 1.200,- Euro, der nachgewiesenen und berücksichtigungsfähigen Kosten als maximaler Abzug anzusetzen.

Beispiel:
Das Ehepaar Mustermann hat ein Haus gemietet. Im Jahr 2009 sind Reparaturkosten des Hauses von insgesamt 6.000 ,- Euro entstanden. Hiervon kann das Ehepaar Mustermann 20% direkt von der Steuerschuld abziehen. 
6.000,- x 20% = 1.200,- Euro Direktabzug von der Steuerschuld.

Wichtige Tipps:

  • Das Jahr der Zahlung ist entscheidend für den Abzug von der Steuerschuld und die Geltendmachung in der Steuererklärung (§ 11 Abs. 2 EstG).
  • Sie können höhere Rechnungsbeträge am Jahresende aufteilen. Lassen Sie sich im alten Jahr eine Abschlagsrechnung geben und weisen Sie die Zahlung noch im alten Jahr an. So können Sie den Maximalbetrag von 1.200,- Euro/Jahr nutzen.
  • Dem Finanzamt sind als Nachweis eine Rechnung des Unternehmens und der Beleg Ihrer Überweisung vorzulegen.
  • Prüfen Sie, ob die Kosten evtl. auch in voller Höhe als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgesetzt werden können.
  • Ein Wiederherstellungsaufwand (z.B. Sturmschaden) schließt eine Steuervergünstigung aus.
  • Getrennte Veranlagung bedeutet: Hälfteln der Steuerersparnis.
  • Maximaler Abzug von der Steuerschuld beträgt höchstens 1.200,- Euro/Jahr. Das sind 20 % von 6.000,- Euro maximal in einem Jahr.